Beste Reisezeit mit Hund in Spanien: Sommer mit Hund in Spanien.

Der Artikel enthält Affilate-Links, die wir guten Gewissens empfehlen. Da wir Amazon Associate sind, erhält Frauchen eine kleine Provision,  wenn du über einen der Links etwas kaufst und investiert sie in megaleckere Knochen für mich, damit ich noch viele weitere hilfreiche Blogbeiträge erstellen kann. Selbstverständlich ohne Mehrkosten für Dich. 


Wann ist die optimale Reisezeit mit Hund in Spanien?

Tipps für stressfreies Reisen mit Hund habt ihr ja schon von mir erhalten. Heute geht daher um die beste Reisezeit für Spanien. Vor allem im Süden des Landes klettern die Temperaturen auch gerne einmal über 40 Grad. Und ja, das ist völlig normal. Allerdings ist das für Zwei- und Vierbeiner nicht immer ein Vergnügen. Ich kann euch sagen…..Frauchen, Wechseljahre, Hitzewallungen….. Naja, ich kann gut reden. Ich habe ja kaum Fell, aber ganz ehrlich: Wenn es so richtig Hochsommer ist, mag ich auch nicht viel wissen. Daher mein HolaWuff-Rat: Die besten Zeiten für Urlaub mit Hund in Spanien sind: Herbst, Winter und Frühling.

 

Der Norden Spaniens: im Sommer ein Genuss

Aber wie immer gilt: Ausnahmen bestätigen die Regel. Da Spanien riesig ist, gibt es generell recht große Temperaturunterschiede. Wenn ihr also unbedingt im Sommer auf die Iberische Halbinsel möchtet, dann solltet ihr euch für den Norden Spaniens entscheiden. Das BaskenlandAsturien, Kantabrien, Navarra, La Rioja, Aragón, ….das sind nur einige der Provinzen, die ich euch echt an die Pfote legen kann. Allerdings nicht nur im Sommer, auch im Herbst, wenn die Wälder in allen Farben erstrahlen und es Spuren ohne Ende zu erschnüffeln gibt.

Kühles Equipment für heiße Tage

Wenn es aber dennoch zu uns in den Süden gehen soll, dann habe ich noch ein paar echt coole Tipps für euch. Logisch, nur morgens ganz früh spazieren gehen ist einer. Abends kann es schon mal sein, dass ich selbst um 22 Uhr noch keine Lust habe, weil es einfach noch zu warm und dämpfig ist. Was mir aber wirklich so über die Hundstage hilft, sind meine Kühlmatte, mein Kühlhalsband und meine Kühlweste. Mit Frauchen diskutiere ich allerdings manchmal, wer denn nun auf meiner Kühlmatte für Hunde liegen darf. Ich habe ihr einfach empfohlen, sich ein Kühltuch-Set zu besorgen, dann klappt es vielleicht auch bei ihr ein wenig besser mit den sommerlichen Temperaturen. Und für unterwegs sorgen Chef und Frauchen mit der tragbaren Hundeflasche dafür, dass ich immer genug Drinks dabei habe.

Sommerzeit ist kritisch, nicht nur wegen der Temperaturen

Nicht nur die Hitze kann Hund zu schaffen machen…. Und ja, es gibt auch ein echt unerfreuliches Thema für uns Vierbeiner während der warmen Monate in Spanien: die sogenannten Mittelmeerkrankheiten. Aber, Bange machen gilt nicht, denn Angst ist nie ein guter Ratgeber und es gibt genügend Lösungen. So wie die Zweibeiner von Moskitos geplagt werden, gibt es auch einige summende Zeitgenossen, die uns Hunden gefährlich werden können. Babesiose, Ehrlichiose, Leishmaniose und die Herzwurmerkrankung Dirofilariose sind die Namen der Mittelmeerkrankheiten, die uns Hunden echt zu schaffen machen können. Daher gilt: Mücken- und Zeckenschutz auch für uns Vierbeiner, beispielsweise Scalibor– oder im Sommer auf keinen Fall in den Stunden zwischen Sonnenaufgang und Tag sowie Sonnenuntergang und Nacht auf dem Boden liegen.

Beste Reisezeit mit Hund in Spanien: Sommer mit Hund in Spanien.

Thema Leishmaniose

So schwierig diese Krankheit auszusprechen ist, so dramatisch kann sie auch sein. Ich sage „kann“, denn sie ist es nicht für jeden. Manche meiner Kollegen sind zwar infiziert, doch die Krankheit bricht niemals aus. Manche leben ihr Hundeleben lang ohne Symptome. Wenn sie sich aber bemerkbar macht, dann geht es uns ECHT schlecht. Richtig, richtig schlecht. Die Inkubationszeit der Leishmaniose kann sehr lange sein und damit ist die Diagnose oft schwierig: Selten verbindet man aktuelle Symptome mit einer Tour durch den Süden, die bereits Jahre in der Vergangenheit liegt. Erschwerend kommt hinzu, dass weltweit viele verschiedene Stämme des Erregers existieren und die Symptomatik durch den jeweiligen Organbefall beeinflusst wird. Daher zeigt sich die Leishmaniose bei jedem Hund auf unterschiedliche Weise.

Symptome Leishmaniose

Allerdings: Es gibt schon einige typischen Anzeichen, die bei uns auf eine Leishmaniose hinweisen und auch in Schüben auftreten können. Zu diesen zählen:

  • es juckt und schuppt uns
  • wir sind fix und fertig
  • manchmal sogar apathisch
  • ab und an lahmen wir sogar
  • wir haben Durchfall
  • essen wollen nicht,
  • wir nehmen ab
  • wir haben ab und an Fieber
  • unsere Lymphknoten sind geschwollen
  • unsere Bauchregion ist schmerzempfindlich
  • unsere Krallen wachsen kräftig
  • unsere Augen sind immer wieder entzündet

Was tun gegen Leishmaniose?

Es gibt auch eine Impfung gegen Leishmaniose, aber da diese nicht hundertprozentig schützt, habe ich sie nicht gemacht. Ich vertrage Impfungen ohnehin schlecht. Ich setze lieber auf Vorbeugung…. ein paar einfache Regeln in der Zeit von Juni bis September:

  • Engmaschige Fliegengitter an Fenstern und Türen (die Mücken haben eine Größe von nur 4 Millimetern)
  • Haltet Türen und Fenster ohne Fliegennetz in Dämmerung und Dunkelheit bitte geschlossen
  • Holt uns ab der Dämmerung und bis zum Sonnenaufgang ins Haus und verlegt die letzte Gassirunde vor die Dämmerungszeit.
  • Sollte das nicht möglich sein, vermeidet windstille Orte wie enge Gassen, Wald oder Moorgebiete, denn Sandmücken mögen keinen Wind

Es hat uns erwischt

Sollte das nicht geholfen haben und uns doch die Leishmaniose erwischt haben, ist das KEIN Grund zur Verzweiflung. Die Krankheit ist nicht heilbar, aber es gibt dennoch medizinisch Hilfe und auch sehr viel, was Chef und Frauchen über die Ernährung machen können. Woher ich das weiß? Nun, vor einigen Jahren hat Frauchen auf einen netten Rottweiler als Urlaubsvertretung aufgepasst. Er steckte mitten in einem Leishmaniose-Schub. Sehr unschön, wenn Hund Dünnpfiff hat und es nicht mehr bis nach draußen schafft. Daher hatten die Besitzer alles mit Folie abgedeckt. Das aber war nicht das Schlimmste. Der Kollege hatte gewaltig abgenommen und fühlte sich hunds….pardon ….menschsmiserabel.

Hunde mit Leishmaniose brauchen purinarme Ernährung.

Futterumstellung bei Leishmaniose

Das hat sich mein Frauchen nicht lange angesehen. Im Internet gibt es ein tolles Leishmaniose-Forum (spanisches Forum), aus dem sie viele Informationen bezogen hat. Vor allem, was das Essen betraf. Denn die Besitzer hatten sich NULL damit beschäftigt und den Kühlschrank mit fettiger Schweine-Lyoner und billigem Dosenfutter gefüllt. Es war kein böser Wille der Besitzer. Es war Unwissenheit. Meist der Grund für fatale Fehler. Noch am selben Tag, an dem Frauchen die Betreuung übernahm, kaufte sie alles ein, um Rottweiler Louis purinarm zu ernähren. Keine Innereien, keine Knochen, nur mageres Muskelfleisch/Geflügel, Hüttenkäse, Kartoffeln, Obst und Gemüse. Eine purinarme Ernährung ist einer der Schlüssel, um Hunde mit Leishmaniose wieder ins Leben zu führen, da Purin für Leishmanien ein wichtiger Nahrungsbestandteil sind. Obwohl es das Beste ist, selbst zu kochen, verstehe ich, dass man das nicht immer kann. In solch einen Fall kann Chef oder Frauchen auch auf fertiges Nassfutter zurückgreifen, das speziell für Hunde mit Leishmaniose entwickelt wurde.

Genuss und Rekonvaleszenz

Was soll ich sagen: Louis hat das selbst gekochte Essen geliebt. Und obwohl er und ich jetzt nicht so wirklich die besten Buddys waren, habe ich mich wie Bolle gefreut, dass es ihm bereits nach einer Woche wieder besser ging und vor allem der Dünnpfiff weg und die Lebensfreude wieder da war. Und dann hat der Kerl auch noch endlich wieder zugenommen. Er hatte anfangs 12 Kilo zu wenig. Am Ende der Betreuungszeit fehlten zum Optimalgewicht nur noch 4.. Jeder, der mit Leishmaniose zu kämpfen hat, weiß, was das (Gutes) heißt.

Beste Reisezeit mit Hund in Spanien: Sommer mit Hund in Spanien.

 

Fazit

Ihr seht, es gibt ein paar Punkte zu beachten, wenn ihr in südliche Länder fahrt, speziell nach Spanien. Aber mit ein wenig Planung, trübt selbst das nicht die Lebensqualität.

FAQ

Wann ist die beste Reisezeit mit Hund nach Spanien?

Die beste Reisezeit mit Hund nach Spanien ist im Frühling, Herbst und Winter. Im Sommer ist es im Norden angenehmer als im Süden. Mit der richtigen Vorbereitung aber, könnt ihr mit Hund auch in den Süden fahren, müsst dort aber darauf achten, nicht in der Mittagshitze spazieren zu gehen.

Was hilft Hunden bei Hitze?

Kühlmatten, Kühlhalsbänder und Kühlwesten verschaffen dem Hund angenehme Abkühlung. Auch sollte er immer genug zu trinken haben und nicht in der Mittagshitze draußen sein. Selbstgemachtes Eis aus Joghurt oder Hüttenkäse ist ein besonders cooles Leckerchen.

Wie beuge ich bei meinem Hund Mittelmeerkrankheiten vor?

Bringe Fliegengitter an Fenstern und Türen an, haltet solche ohne Schutz in Dämmerung und Dunkelheit geschlossen. Euer Hund sollte in der Zeit zwischen Dämmerung und Sonnenaufgang im Haus und geht die letzte Gassirunde vor der Dämmerungszeit. Meidet windstille Orte wie enge Gassen, Wald oder Moorgebiete, denn Sandmücken mögen keinen Wind.

Was kann ich tun, wenn mein Hund Leishmaniose hat?

Die Krankheit ist zwar nicht heilbar, aber es gibt Medikamente, die sie eindämmen. Auch über die Ernährung kannst du deinem Hund helfen: Achte auf purinarme Fütterung ohne Innereien und Knochen.

Was füttern bei Leishmaniose?

Mageres Muskelfleisch, frisches Obst, gegartes Gemüse, Geflügel (ohne Fett), Lammkeule ohne Knochen, Gekochte Eier, Hüttenkäse, Joghurt, Kartoffeln. Auf keinen Fall Innereien, Haut, Knochen, Soja, Hefe oder Insekten.